Mein Leben lief nicht wie auf einer Schiene.

Ein absolviertes Studium der Rechtswissenschaften mit dem Abschluss eines Volljuristen war der Beginn einer geistigen Karriere, dem das Studium der Soziologie folgte. Die Möglichkeiten eines daraus resultierenden geraden Karrierelaufs mit dieser profunden Ausbildung waren mir nie genug. Der Muff unter den Talaren des wissenschaftlichen Elfenbeinturms, der schlichten Starrheit des Denkens war mir schon als Student immer suspekt.

Eine humanistische und juristische Ausbildung sowie die internationalen soziologisch/psychologischen Studien schärften meine Wahrnehmung für das System, in dem Menschen sich bewegen.

25 Jahre als Coach im mittleren und Topmanagement waren nicht nur eine Tätigkeit, sondern auch eine Feldforschung am Puls des Selbstverständnisses des Managements.

Kennzeichnend für meine Arbeit ist der Fokus auf die meist nicht hinterfragten Grundannahmen im Umgang mit Menschen und der Zusammenarbeit in Unternehmen. Eine Frage, die unter dem Stichwort „Paradigmenwechsel“ heute eine hohe Aktualität besitzt, weil klassische Denkansätze gemessen an den mit ihnen erreichten Ergebnissen zerschellen.

Die Erklärungsmöglichkeiten menschlichen Zusammenseins und gängige Thesen über Menschenführung wie z.B. zur „Motivation“ entlarve ich als blasse Vermutungen bis hin zur Naivität.

Diese Erkenntnis ist nicht immer angenehm, aber eine sinnvolle „Störung“.

Die in unserer Gesellschaft grassierende wie ein Gespenst herumirrende Naivität, in der Rezepte dem eigenen Nachdenken vorgezogen werden, ist auch eine Zielscheibe meiner vielen Kolumnen, die scharfsinnig das Scheitern des Taylorismus, der „Wirtschaftshelden“ unserer Zeit und ihrer Denkweise aufs Korn nimmt.

Meine Botschaft ist Wachheit und selbständiges, gestaltendes Denken.